„Unsere Erzeuger setzen hauptsächlich bei der Ernte Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa ein. Wir haben einen Bedarf von über 2.000 Erntehelfern. Wir arbeiten weiterhin auf höchster politischer Ebene an einer Lockerung. Auch die europäische Kommission hat am 30.März eine Leitlinie entworfen, in der die Mitgliedstaaten mit Nachdruck aufgefordert werden, spezielle Verfahren einzuführen, damit ein reibungsloser Grenzübertritt für diese Arbeitskräfte gewährleistet werden kann. „Aber uns läuft aktuell die Zeit davon“, so Geschäftsführer Marcelino Expósito.
Neue Hoffnung macht der OGM die Mitteilung des Bundesinnenministeriums vom 2.April, nach dem Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein Konzept im Bundestag vorgestellt haben, das unter strengen Auflagen Ausnahmen von den geltenden Reisebestimmungen für Saisonarbeitskräfte vorsieht. Die konkrete Ausgestaltung gilt es hierbei aber noch abzuwarten.
Die OGM-Erzeuger werden bereits um Ostern mit einer ihrer wichtigsten Kulturen, den Erdbeeren, beginnen. Rund 5.000 Tonnen Erdbeeren warten darauf gepflückt zu werden. Die Ernte wird sich über rund sechs Wochen erstrecken, bevor dann andere Beerenkulturen auf dem Plan stehen.
Eine OGM-interne Abfrage am Wochenende zeichnete ein sehr düsteres Bild. Aktuell sind die Erntehelferstellen nur im einstelligen Prozentbereich besetzt. Stand heute würde das bedeuten, dass fast die gesamte Erdbeerernte auf dem Feld bleibt. „Das wäre für unsere Erzeuger fatal“, so Expósito weiter.
Aus diesem Grund sucht die OGM dringend nach regionalen Erntehelfern und hat hierzu die Website www.ernteretterortenau.de ins Leben gerufen, auf der sich interessierte Ernteretter ab sofort registrieren können.
Ideale Kandidaten/-innen sollten körperlich fit sein, keiner Risikogruppe angehören und im Idealfall zwischen 18 und 50 Jahren jung sein. Sie sollten nach Möglichkeit auch mindestens eine Woche zur Verfügung stehen. „Je länger desto besser“, so Expósito.
„Wir hoffen auf viele zeitnahe Anmeldungen“. Ernteretter ermöglichen somit, dass die Obsternte in der Ortenau eingebracht und die Obstversorgung der Bevölkerung sichergestellt werden kann. Die Dankbarkeit der Erzeuger wird den Ernterettern zusätzlich sicher sein. Die konkrete vertragliche Ausgestaltung des Arbeitseinsatzes wird dabei direkt zwischen Kandidat/-in und OGM-Erzeugerbetrieb vorgenommen.
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